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So erholt sich der Körper eines Ex-Rauchers

Studien behaupten, dass Raucher, die vor dem 35. Lebensjahr aufhören, die gleiche Lebenserwartung haben wie Nichtraucher. Ein Experte verrät, wie sich der Körper eines Ex-Rauchers im Laufe der Jahre regeneriert.

Die gute Nachricht vorweg: Der Körper eines Ex-Rauchers regeneriert sich erstaunlich gut. Und das nicht erst nach Monaten oder Jahren. „Die ersten wirklich spürbaren Effekte bemerkt man bereits nach 8 bis 10 Stunden ohne Nikotin“, weiß Dr Matthias Krüll, Lungenfacharzt mit Praxis in Berlin.

nach 15 bis 20 Minuten


erste Effekte auf den Blutdruck und das Herz-Kreislauf-System sind messbar.

Der Puls normalisiert sich. Zur Erklärung: Nikotin

 führt dazu, dass sich die Blutgefäße im Körper zusammenziehen. Bei starken Rauchern stehen die Gefäße quasi unter Dauerspannung. „Das führt dazu, dass sie über die Jahre immer härter und starrer werden“, erklärt Dr. Krüll, „Dazu kommt, dass sich vermehrt Fett und Kalk an ihnen ablagert und es schließlich zum kompletten Verschluss der Gefäße kommen kann. „Und das wiederum mündet in einen Infarkt. Wie gut sich die Gefäße erholen, hängt von ganz verschiedenen Umständen ab“, sagt der Lungenspezialist, „Co-Faktoren wie Übergewicht oder hohe Blutfettwerte spielen eine große Rolle. In der Regel kann man aber sagen, dass sich nach 1 bis 2 Jahren Nikotin-Abstinenz das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen halbiert hat.“

nach 8 bis 10 Stunden

Die toxischen Abfallprodukte Abfallprodukte der Zigaretten sind aus dem Körper verschwunden; genauso wie der üble Geruch und Geschmack, den die Zigarette hinterlässt.

nach 2 Tagen

Wer 48 Stunden lang den Zigaretten entsagt, wird mit einem völlig neuen Empfinden belohnt. Was viele Raucher schnell bemerken: Geruchs- und Geschmackssinn funktionieren plötzlich viel besser.

nach 3 Tagen

3 Tage ohne Nikotin lassen uns wieder richtig durchatmen. Spannungen im Bronchialsystem lösen sich langsam und der Blutdruck pendelt sich auf einem niedrigeren Niveau ein. „Rezeptoren im Körper, die sich an die ständige Nikotin-Zufuhr bereits gewöhnt hatten, werden wieder empfindlicher“, so Krüll. Das erklärt, warum nach langer Rauch-Abstinenz die erste Zigarette häufig Übelkeit und Schwindel auslöst.

nach 3 bis 6 Monaten

nach und nach verbessert sich die Lungenkapazität. Und das macht sich nicht nur beim Treppensteigen bemerkbar. „Vor allem gut trainierte Sportler merken einen extremen Unterschied“, weiß Dr. Krüll. Doch wie genau reinigt sich die Lunge? Fakt ist, dass die Lunge den Dreck irgendwie entsorgen muss und dafür hat sie 2 Mechanismen zur Verfügung. Zum einen über die feinen Flimmerhärchen in den Bronchien, zum anderen durch die Schleimdrüsen. Was viele nicht wissen: „Bereits eine einzige Zigarette lähmt die Flimmerhärchen für 4 bis 8 Stunden“, so der Experte, „Dauerhaft gelähmte Härchen sterben nach und nach ab. Das kann man sich vorstellen wie ein Flokati, der immer mehr Löcher bekommt. „Heißt im Umkehrschluss: Wenn das Filtersystem der Lunge schlapp macht, produziert sie stattdessen vermehrt Schleim. Das Resultat ist der altbekannte Raucherhusten mit dem unschönen Auswurf. Schlimmer noch: „Mit den Schleimdrüsen verhält es sich wie mit Fettzellen; wenn sie einmal gebildet wurden, bleiben sie und machen Ex-Raucher plagen, die schon jahrelang das Qualmen aufgegeben haben.

nach 6 bis 9 Monaten

wer ein halbes Jahr und länger nicht raucht, reduziert die Anzahl von Infektionen der oberen und unteren Atemwege enorm. Keime und Erreger  fühlen sich auf vorgeschädigtem Gewebe nämlich wesentlich wohler als auf gesundem. Erkältungen stecken wir jetzt wesentlich besser weg als noch zu verqualmten Zeiten.

nach 1 Jahr

das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall hat sich inzwischen halbiert. Übrigens gibt es hier kaum Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Frauen und Männer sind gleichermaßen gefährdet, bzw. erholen sich gleich schnell gut.

nach 5 Jahren

das Risiko typischer Krebsarten, die in erster Linie mit dem Rauchen verknüpft sind (Lungenkrebs oder Luft- und Speiseröhrenkrebs) sinkt um die Hälfte.

nach 15 Jahren

in der Regel hat sich der allgemeine Gesundheitszustand eines Ex-Rauchers nach 15 Jahren ohne Nikotin auf dem Niveau eines Nichtrauchers eingependelt. Die Devise lautet hier: Je früher, desto besser. „Wer noch vor dem 35. Lebensjahr  mit dem Rauchen aufhört, hat gute Chancen, die gleiche Lebenserwartung zu haben wie jemand, der nie geraucht hat“, so Dr. Krüll.


Nicht alles ist reversibel …

Bei all den guten Nachrichten – unser Körper stößt in Sachen Regeneration auch an seine Grenzen. Einige Dinge werden durch das Rauchen unwiederbringlich geschädigt; dazu gehört zweifelsohne die Hautalterung. „Ein 40-jähriger Raucher hat in der Regel die Haut eines 50-jährigen“, weiß Dr. Krüll. Unser Körper ist non-stop damit beschäftigt, sich zu regenerieren. Bestes Beispiel: Die Neubildung unserer Haut nach einem fiesen Sonnenbrand. „Diese Regeneration- und Reparationsmechanismus werden durch bestimmte Eiweißsubstanzen gesteuert“, so der Fachmann. Durch das Rauchen entstehen sogenannte Sauerstoffradikale im Körper. Diese verhindern die Regeneration und fügen unseren Zellen zusätzlichen Schaden zu. Heißt genauer; „Wer mit dem Rauchen aufhört, darf keine Hautverjüngung erwarten“, so Dr. Krüll. „Man kann sich den Verzicht auf Nikotin aber wie einen Fallschirm vorstellen, durch den man wesentlich langsamer fällt, als man es sonst getan hätte.“

Eine Hypnosetherapeutin erklärt, wie das Unterbewusstsein von Rauchern schlicht umprogrammiert werden kann

Im Trancezustand treten die Emotionen vor die Gedanken. Das schafft ideale Voraussetzungen, um eingefahrene Gewohnheiten „umzuprogrammieren“.

„Es sind nicht die Gummibärchen, es sind nicht die Nikotinpflaster. Es ist die Angst vor dem Verlust von Gewohntem, der Sie immer wieder schwach werden und resignieren lässt“, sagt Denise Humbert. Die Heilpraktikerin für Psychotherapie führt eine Praxis für Hypnose und kennt sich mit den leidigen Süchten ihrer Patienten aus. Egal, ob es sich um Flugangst, der Panik vor Spinnen, übermäßigem Essen oder eben das rauchen handelt – die Hypnosetherapeutin weiß, welche Schalter im Unterbewusstsein eines Menschen umgelegt werden müssen, um aus alten Gewohnheiten auszubrechen.


Ein Hypnosetherapeut arbeitet mit seinen Patienten im Trancezustand. Wie fühlt sich das an?

Viele fürchten sich davor, hypnotisiert zu werden. Zu unrecht. Die Angst wird durch Showhypnosen geschürt, die man aus dem Fernsehen kennt und bei denen die Hypnotisierten scheinbar willenlos dem Hypnotiseur ausgeliefert sind. Das ist bei einer seriösen Hypnosetherapie natürlich nicht der Fall. Letztlich wird der Patient durch geführte Entspannung in Trance versetzt. Diesen Zustand kennt übrigens jeder, da wir uns mehrmals täglich in Trance befinden. Das sind Momente, in denen wir stark auf uns oder eben etwas anderes fokussiert sind und die Außenwelt kaum noch wahrnehmen. Bestes Beispiel ist das Fahren auf der Autobahn. Da können mitunter Minuten vergehen, in denen wir wie ferngesteuert fahren, dies aber nicht mehr bewusst wahrnehmen.

Heißt das, man ist während einer Hypnosesitzung gar nicht weggetreten?

Ganz genau. Man bekommt alles um sich herum mit, ist nur extrem entspannt und fokussiert. Der Patient ist jederzeit in der Lage aufzustehen. Ziemlich unspektakulär also. Der Denkapparat ist ausgeschaltet, man bewertet nicht mehr und lebt quasi in seinen Emotionen. Für gewöhnlich ist es normal, dass uns hundert Gedanken durch den Kopf schießen. Während der Hypnose hält man nicht mehr an ihnen fest.

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