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Mit Hypnose gegen Angst und Angstzustände

Angst, Phobien und Angststörungen gehören zu den häufigsten Beschwerdebildern bei Erwachsenen und oft auch bei Jugendlichen und Heranwachsenden. Sie können ganz unterschiedliche Ursachen haben, zeichnen sich aber durch eine deutliche Beeinträchtigung der eigenen Lebensqualität aus. Neben traditionellen Behandlungsansätzen und Therapiemöglichkeiten ist auch die Hypnose eine Option, um Angst und Angstzustände erfolgreich zu behandeln.

Voraussetzung für die Behandlung von Angststörungen durch Hypnose ist immer, dass der Patient bzw. die Patientin sich freiwillig für die Therapie entscheidet. Die freiwillige Teilnahme ist grundlegend, um die Anweisungen des Hypnose-Therapeuten erfolgreich umsetzen zu können und um auch eine tiefe Trance zulassen zu können.

Wie funktioniert eine Hypnose in der Medizin?

Die Hypnose selbst wird in einzelnen Sitzungen durchgeführt. Dabei versetzt der Therapeut den Patienten mittels Suggestion in einen Trancezustand, der je nach Indikation unterschiedlich tief ist. Durch den Trancezustand kann der Patient sein Bewusstsein auf bestimmte Dinge fokussieren oder auch auf den inneren Gemütszustand ausrichten.

Wie genau die Hypnose im Gehirn wirkt und welcher physiologischen Vorgänge dabei ablaufen, ist bis heute nicht endgültig erforscht. Aber: Die Wirkung ist messbar, denn bestimmte Gehirnregionen sind während der Hypnose bzw. im Trancezustand regelrecht ausgeschaltet. Dazu gehört auch der Bereich, in dem Angst und Phobien ihren Platz haben – sie sind während der Hypnose nicht aktiv. Eine Weiterleitung und Verarbeitung im Gehirn findet dann nicht statt – und bietet die Möglichkeit für den Therapeuten, hier mit der Behandlung anzusetzen und den Patienten den Schmerz ausschalten zu lassen.

Nicht immer ist die Hypnose eine Option

So gut das alles auch klingt – nicht immer gelingt der Einsatz der Hypnose bei medizinischen Behandlungen. Der Zustand der Trance ist Voraussetzung, dass der Therapeut gezielt gegen beispielsweise Schmerzen oder auch Angst arbeitet. Klar ist aber: Die Hypnose funktioniert nicht bei allen Patienten gleich gut. Erst in einer Hypnosesitzung zeigt sich, wie sehr sich der Patient auf die Tätigkeit des Therapeuten einlassen kann und wie gut er sich dementsprechend hypnotisieren lässt.

Die Erfahrung zeigt aber: Gerade bei der Behandlung von Angstpatienten hat sich die Hypnose bewährt. Ein Großteil der Patienten reagiert ausgesprochen gut auf die entsprechenden Maßnahmen und Ansätze und verfügt über genau die Fähigkeiten, die bei der Hypnosetherapie gefragt sind. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Ausgeprägtes Vorstellungsvermögen
    Die Fähigkeit, sich in bestimmte Situationen versetzen zu können bzw. sich diese lebhaft ausmalen zu können, ist wichtig für den Erfolg von Hypnosemaßnahmen. Angstpatienten weisen erfahrungsgemäß genau dieses Vorstellungsvermögen auf, sodass die therapeutischen Ansätze von einer Hypnose in der Medizin hier auf fruchtbaren Boden fallen.

  • Dissoziation
    Warum es zu der Angstreaktion kommt, ist dem Patienten nicht im Detail bewusst oder klar. Die Entstehungsbedingungen sind damit für den Betroffenen primär nicht kontrollierbar. Für den Therapeuten bietet sich damit die Möglichkeit, durch die Hypnose hier lenkend einzuwirken und steuernd die Angst-Reaktion umzulenken.

Muss oder kann die Hypnosetherapie mit anderen Therapieformen kombiniert werden?

In der Regel ist die Therapie mittels Hypnose ausreichend, um Angstzustände und Panikattacken ganz unterschiedlicher Art erfolgreich zu behandeln. Allerdings hat sich auch die Kombination mit anderen Therapieformen als vielversprechend erwiesen – so zum Beispiel zusammen mit einer Verhaltenstherapie.

Übrigens lässt sich die Hypnose als Therapieform nicht nur bei Angststörungen oder generell bei Erkrankungen mit psychischer Komponente anwenden. Sie hat sich auch bewährt bei Beschwerdebildern wie zum Beispiel:

  • Schmerzen chronischer und auch akuter Art – gerade auch bei Tumor- oder Krebserkrankungen
  • Geburtsvorbereitung, Geburtshilfe und Schwangerschaftsbegleitung
  • Begleitung von Operationen und Eingriffen – unter anderem als Unterstützung oder als Ersatz der Narkose
  • Autoimmunerkrankungen
  • Probleme beim Ein- und Durchschlafen
  • Diätbegleitung und Ernährungsumstellung
  • Behandlung von Suchterkrankungen jeder Art
  • Atemwegserkrankungen wie Asthma
  • Allergien und Unverträglichkeitsreaktionen
  • Psychotherapie
  • Zahnbehandlungen bzw. Zahnmedizin und Eingriffe im oralchirurgischen Bereich
  • Behandlung von Nebenwirkungen bei einer Chemotherapie
  • Hauterkrankungen und Neurodermitis
  • Wundheilungsstörungen
  • Kreislauferkrankungen
  • Verdauungsstörungen
  • Depressionen und Burn-Out
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